Auf dem Speisezettel diese Woche:
- Reis mit Huhn und Kirschen
- Gemischte Bohnen mit Liebstöckel
- Verdura grigliata - gegrilltes Gemüse

So, das war's dann mit Spargel. Letzter Versuch, dem altbekannten Frühlingsklassiker neue Geschmacksnoten zu entlocken war Möhren und Spargel mit salsa verde. Salsa verde bedeutet natürlich "grüne Sauce" und für diese gibt es -zig verschiedene Rezepturen. Unsere eher mediterrane Variante enthielt Koriander, Basilikum, Knoblauch, Sardellen, Kapern, Olivenöl und Zitronensaft und war uns eindeutig zu fischig und für mich persönlich war auch zu viel Koriander drin. Die zweite Portion Gemüse dann lieber mit zerlassener Butter.
Letztes Experiment waren Mangoldküchlein mit Sauerampfer-Sauce.
Praktischerweise bekommt man Sauerampfer weitaus leichter als
Brunnenkresse und die Sauce ist auch fix gemacht: einfach Sauerampfer
mit Joghurt, Knoblauch, etwas Olivenöl, Salz und Dijonsenf gut
pürrieren. Fertig.
Weiter geht's Italienisch mit Polpettine al vino rosso, das sind kleine Italienische Hackfleischbällchen in einer Sauce aus Tomaten und Rotwein mit Stangensellerie, Möhren, Petersilie und Salbei. Man kann sich das ganze in etwa wie eine Bolognese-Sauce vorstellen, nur dass das Hackfleisch eben nicht in der ganzen Sauce verteilt ist, sondern in Bällchen komprimiert. Ehrlich gesagt, eine gute Bolognese wäre uns lieber gewesen. Zudem hätten die Bällchen mehr Toast vertragen können, sie waren nämlich recht... kompakt. Dazu passt Reis, eine Polenta-Schnitte oder auch Nudeln.
Aber nun zum eigentlichen Rezept. Der Salat besteht aus grünen Linsen, blanchiertem Spargel und Pecorino. Das Dressing ist eine richtig kräftig grüne, dickflüssige Pampe, die aus pürrierter Brunnenkresse und Petersilie sowie reichlich Olivenöl, etwas Rotweinessig, Salz, Pfeffer und Knoblauch besteht. Dies wird alles vermengt und mit Zitronenspalten (ganz wichtig!) serviert. Lecker, lecker!
Den Auftakt machten Bavette mit arabischem Sugo, was nicht nur
optisch ein wenig an Spaghetti Bolognese erinnert, jedoch feine
Unterschiede aufweist. Rosinen, Orangenabrieb, Kardamom und Mandeln
sorgen für ein geschmackliches Aha-Erlebnis. Das Rezept sieht Kalb- und Lammhack
vor, wir haben aber befunden, dass es Rind ebenso tun sollte. Besonders
aromatisch ist nicht nur die Sauce, sondern auch die Nudeln. Dem Kochwasser werden
Chilischoten und Ingwerscheibchen beigefügt und nachdem man sie
abgegossen hat, werden sie noch einmal durch etwas Hühnerfond und Olivenöl
geschwenkt und mit Pfeffer und Muskatnuss gewürzt. Wer also den Italienischen Klassiker mal etwas anders mag sollte in diese Richtung experimentieren.
Das Bruschetta ai funghi mit Pancetta und gelber Paprika hat uns dabei eher weniger begeistert. Wir können festhalten, dass es abgekühlt aber wirklich besser schmeckt als warm.
Knoblauch? Klar, das nächste Rezept enthält zwölf Zehen. Bei scharfem Tofu mit Frühlingszwiebeln kommt die Schärfe aber nicht allein vom Knoblauch. In dieses Gericht wandern auch acht frische, schöne, rote Chilischoten. Wir haben geschummelt und die Kerne entfernt, so war's geradezu perfekt mit dem Schärfegrad. Der Tofu ist übrigens nicht nur scharf sondern auch herrlich knusprig. Die Würfel werden in Maisstärke gewendet und dann separat gebraten. Frischer Ingwer und dreierlei Sojasaucen, etwas Zucker und knackige Frühlingszwiebeln... Lecker!
Und mit Knoblauch geht es weiter. Die Tarte mit karamellisiertem Knoblauch enthält nicht weniger als vier Knollen (ja genau: Knollen, nicht Zehen). Mein Kollege im Büro hat schon arg leiden müssen dieser Tage. Sorry... Aber es war schon lecker, vorallem der Knoblauch, der Rest der Tarte, bestehend vorallem aus Ziegenkäse. Die Tarte würden wir so wohl nicht nochmal machen, die Zubereitung des Knoblauchs allerdings verleitet mich dazu, ihn Knollenweise zu kaufen und in kleinen Gläsern einzukochen.
Zu guter Letzt der alte Hackbraten mal anders, als Meatzza. Dies ist eine Pizza mit Hackfleisch statt Hefeteig als Boden. Das funktioniert erstaunlich gut und schmeckt großartig. Der Margherita-Version haben wir noch frische Champignons hinzu gefügt. Damit die Meatzza auf dem Teller nicht ganz so einsam ist, ergänzt man am Besten noch einen Salat.![]() |
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