Dienstag, 9. Juli 2013

Essensplanung für KW 28

Sommer!! Und etwas sommerlich auch unser Speisezettel diese Woche.
  • La vignarola
    (Gedünstete dicke Bohnen, Erbsen und Artischocken mit Thymian und Minze)
  • Gnocchi Gratin, dazu grüner Salat mit Joghurt-Dressing
Und zum Grillen
  • Forelle gefüllt mit Limette, Basilikum und Fenchelsamen
  • Gemischter Kebap-Spieß mit Huhn und Köfte
  • und natürlich "Rebekkas Revenge" ^^
    (Wer's schon kennt hat Glück, wer nicht, darf gespannt sein.)




Sonntag, 7. Juli 2013

Nie wieder Tzatziki!

Dieser Tage hatte ich Besuch von einer langjährigen Freundin (Nächstes Jahr kennen wir uns 30 Jahre, au weia!). Michael wollte gerne Kaninchen oder Rinderfilet kochen und mein Besuch durfte entscheiden. Kaninchen ist ja nun nicht jedermanns Sache. Weil es aber so wenig alltäglich ist, sollte es dann doch das Langohr werden. Gute Wahl!

Zubereitet haben wir also Coniglio al finocchio, sprich Kaninchen mit Fenchel (und schwarzen Oliven), dazu gab's Michaels perfektionierte 5-Sterne-Rosmarinkartoffeln. Das Rezept ist eigentlich gut, nur die angegebene Schmorzeit reicht hinten und vorne nicht, um das Kaninchenfleisch so zart zu machen, wie es sein sollte. Unter zwei Stunden geht das eigentlich nicht, im Rezept steht jedoch 45 Minuten. Dann ist das Fleisch zwar gar, aber eben deutlich zu fest. Geschmacklich war's dennoch super und die Sauce... ein Gedicht. So, wie es war, nur drei Sterne, Potenzial für mehr vorhanden!



Gleich drei Rezepte testeten wir für unseren Abend der orientalischen Vorspeisen. Zunächst ein Möhrenpüree mit Knoblauch, Zitrone, Kreuzkümmel, Harissa und schwarzen Oliven. Ich fand's gut, Michael nicht so.




Dazu gab's grüne Oliven mit Chermoula aus Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Petersilie, Koriandergrün, Zitronensaft und einigen Gewürzen. Erste Schwierigkeit ist es, gute Oliven zu bekommen, die noch nicht mariniert sind. Zweite Schwierigkeit ist, noch nicht alle Oliven zu verputzen, bevor die Marinierzeit vorbei ist. Die Dinger sind nämlich einfach schweinelecker.




Ein wahrer Augenöffner aber war der Gurkenjoghurt mit Rosinen. Seit ich diesen probiert habe, braucht mir nie wieder jemand mit Tzatziki zu kommen. Wir sind so angetan, dass es für euch diesmal sofort das Rezept gibt.
Lustigerweise hatte uns die Dame am Kräuterstand auf dem Markt Zitronenmelisse statt der gewünschten Pfefferminze gegeben und wir haben dies erst daheim bemerkt. Egal, dachten wir uns, testen wir es halt so und siehe da: Es schmeckte hervorragend. Gestern waren wir zum Grillen geladen und haben das Ganze nochmal mit Minze getestet. Auch gut, aber nicht ganz so begeisternd.



Viel versprochen hatten wir uns von der grünen Tortelloni-Minestrone. Bei so vielen leckeren Zutaten kann das doch nur gut schmecken, oder? Im Bild fehlen noch Thymian, Erbsen und Cannelini-Bohnen.
frische Spinat-Ricotta-Tortelloni vom Markt, Selleriestange, Katoffel, Lauch, Zucchini, Basilikum, Bohnen


An dem Kochbuch, aus dem das Rezept stammt, muss ich erst einmal loben, dass stets angegeben ist, wie viel Salz man nehmen soll. Zwischen einer Prise und zwei Teelöffeln liegen nunmal Welten, die ein Gericht heben oder verhunzen können. Nach erfolgreichem Testkochen schreiben wir daher stets eine Angabe zur Salzmenge an den Buchrand.

Die hier angegebene Menge aber hätten wir gut verdoppeln können oder unser Fleur de Sel ist einfach zu mild. Erstes Manko also: die Minestrone war etwas fad geraten. Nunja, nachsalzen kann man ja. So richtig begeistert waren wir danach aber immer noch nicht. Wie kann das sein, dass ein Eintopf aus so vielen leckeren Dingen am Ende doch unspannend bleibt? Sollten wir eine derartige Suppe nochmal kochen, nehmen wir vielleicht gleich Gemüsefond statt Wasser zum garen.Könnte Abhilfe schaffen.
Das Kochbuch schwärmt von dieser Tortelloni-Minestrone, weil sie auch 1-2 Tage später aufgewärmt noch super sei. Leider ist das Beste an der Suppe, die Tortelloni, einen Tag später total labberig aufgeweicht, wie das bei Nudeln nunmal so ist, wenn sie einen Tag lang in Flüssigkeit liegen. Leider kommt dieses Gericht daher nicht über "ganz lecker" hinaus.



Gurkenjoghurt mit Rosinen


Zutaten für 4 Personen als Beilagendip
  • 50 g Rosinen
  • 50 g Walnusskerne
  • 1/2 Bund Minze oder Zitronenmelisse
  • 1 kleine Salatgurke
  • 400 g Joghurt
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
Zubereitung 
  1. Die Rosinen in einem Sieb unter heißem Wasser abspülen, damit sie ein wenig aufquellen können. Danach abtropfen lassen. Die Walnusskerne sehr fein hacken.
  2. Die Kräuter waschen und trocken schütteln, die Blätter fein hacken. Die Gurke schälen und halbieren. Nun die Kerne mit einem Löffel rausschaben und die Gurkenhälften in 1 cm große Würfel schneiden.
  3. Den Joghurt in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer verrühren. Die restlichen Zutaten unterrühren und den fast fertigen Joghurt eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. 
  4. Nach einer Stunde den Joghurt noch einmal gut durchrühren und nun als letztes Feintuning den Joghurt mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Passt super zur gemischten orientalischen Vorspeisenplatte oder zum nächsten Grillabend.

Gurkenjoghurt mit Rosinen, Oliven mit Chermoula und Möhrenpüree

Dienstag, 2. Juli 2013

Hausmannskost?

Im Vergleich zum Angebot bei "Münster verwöhnt!" ging es bei uns in der vergangenen Woche fast bodenständig zu: Blumenkohl, Spargel und Mangold. Klingt nach guter alter Hausmannskost, oder? ^^



Den Auftakt machte gebratener Blumenkohl mit Erdnüssen. Mal wieder ist mir hier beim Schreiben der stets umfangreichen Einkaufsliste ein fauxpas passiert und so bereiteten wir das Gericht ohne die vorgesehenen Frühlingszwiebeln zu. Ich glaube, die hätten das Ganze aber auch nicht mehr weit nach vorne gebracht. Dank Chilischoten, Ingwer, Reiswein und Sojasauce mutet das ganze Asiatisch an. Die zuletzt dazu gestreute Minze ist da dann eher ein Stilbruch. Die Sauce ist zudem dünn und wässrig. Ich mach's kurz: Es war genießbar aber wird nicht wiederholt.




So, das war's dann mit Spargel. Letzter Versuch, dem altbekannten Frühlingsklassiker neue Geschmacksnoten zu entlocken war Möhren und Spargel mit salsa verde. Salsa verde bedeutet natürlich "grüne Sauce" und für diese gibt es -zig verschiedene Rezepturen. Unsere eher mediterrane Variante enthielt Koriander, Basilikum, Knoblauch, Sardellen, Kapern, Olivenöl und Zitronensaft und war uns eindeutig zu fischig und für mich persönlich war auch zu viel Koriander drin. Die zweite Portion Gemüse dann lieber mit zerlassener Butter.



Letztes Experiment waren Mangoldküchlein mit Sauerampfer-Sauce. Praktischerweise bekommt man Sauerampfer weitaus leichter als Brunnenkresse und die Sauce ist auch fix gemacht: einfach Sauerampfer mit Joghurt, Knoblauch, etwas Olivenöl, Salz und Dijonsenf gut pürrieren. Fertig.
Die Küchlein machen dann doch etwas mehr Arbeit. Vorallem braucht man einen nicht zu bekommenden Käse: Kaschkawal. Noch nie gehört? Ich auch nicht. Und zum Teil auch die Käseverkäufer nicht. Zum Glück nennt der umsichtige Rezept-Autor eine Alternative und so ging das ganze mit Pecorino. Neben blanchiertem und dann gewürfeltem Mangold und dem Käse kommen für "Küchlein" übliche Zutaten wie Ei und Semmelbrösel hinein aber auch die guten Pinienkerne. Bekommt man es hin, den doch eher groben Teig in Form zu pressen, werden auch ganz passable Bratlinge daraus. Michael und Gastjurorin JP haben der Kreation drei Sterne verliehen. Ich muss mich nun als Mangold-Muffel outen, bin aber überstimmt und so bleibt es dabei.




Und diese Woche auf dem Zettel:
  • Coniglio al finocchio (Kaninchen mit Fenchel)
  • verschiedene Orientalische Vorspeisen mit Fladenbrot
    - Mohrenpüree - Gurkenjoghurt mit Rosinen - Oliven mit Chermoula
  • Pasta al pomodori secchi (Nudeln mit getrockneten Tomaten)
  • Tortelloni-Minestrone

Montag, 1. Juli 2013

Speisekarten-Comedy

Bevor ich es vergesse, nächstes Wochenende ist es wieder soweit: Münster verwöhnt!

Soeben habe ich schon mit Michael die Speisekarten der verschiedenen Stände studiert und neben vielen spannenden Gerichten auch viel Amüsantes entdeckt. Wer auch immer sich die vollmundigen Namen für die Gerichte ausgedacht hat, muss irgendein komisches Kraut geraucht haben. Alles ist irgendwie an, auf, neben oder unter irgendwas, zudem ist das Lektorat mehr als schlampig gewesen. Da gibt es "vitello tonato mit Thunfischsauce" (ohne Thunfisch wär's ja auch ein anderes Gericht), "Lemetteneis", "Knoblauchdipp", "Barbeque-Dipp", "Rotbarbenfischfilet" (gibt's auch Rotbarbenschwein?), aber auch so lustige Dinge wie "Bohnen-Durcheinander". Die Internetseite verspricht
Das Preislimit besagt, das kein Gericht über 8,50 Euro kosten wird.
Ergänzen Sie ein s und stellen Sie fest, dass das aktuelle Programm nicht wenige Preise bis zu 9,-€ enthält. Ja, auch ich mache Fehler, aber in der Häufung und vorallem bei dem exklusiven Anstrich, den sich die Veranstaltung gibt, empfinde ich dies dann doch als etwas, hm, ich sage mal... peinlich.

Besonders gelacht habe ich über den  

Kabeljau Sous vide gegart in Hoi Sin mit Esterházy Gemüse aus dem Wok

Nach reiflicher Recherche weiß ich nun ungefähr, was das ist. Aber die armen Leute, die an dem Stand arbeiten und drei Tage lang die Fragerei ertragen müssen... Vermutlich gibt sich aber niemand der oberen 10.000 Münsteraner die Blöße, sondern befragt lieber sein stets parates "Schlaufon". ;-)

Außerdem gibt es Caponata, Gremolata und Krustentierschaum, haufenweise Salatbouquets, Konfiertes und (Brombeer-)Confit, Merguezwurst, Purple-Curry, Speckchips, Entenrilles (meinen die Rillettes?), "abgeschmelzte Maultaschen", Valrhona-Schokolade oder "gerahmtes Champagnerkraut" (Goldrahmen?). Nicht mal Koch-Nerds wie wir wissen bei allem auf Anhieb, was es ist. Ein wenig mehr Volksnähe täte den Schreiberlingen hier vielleicht ganz gut. Michael und ich feilen nun schon an Eigenkreationen. Und dann hacken wir uns in die Münster verwöhnt Seite und fügen die in die Speisekarte ein. Wundert euch also nicht über Geriffelte Südhang-Grasnarbe aus dem Akazienrauch neben goldgerahmter Nase vom Hibernatico-Schwein an mariniertem Roßhaarsalat vom Hippocampus aus dem Nord-Atlantik oder so...

Für mich besteht ein gutes Gericht noch immer aus frischen Zutaten, einer guten Rezeptur und dem richtigen Zeitgefühl für den perfekten Garpunkt. Ein geschwollener Name hat doch oft einen faden Beigeschmack.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Bohnen, Bällchen-Bolognese und Bauschaum

Und weiter wühlen wir uns durch die geliehenen Kochbücher, Orientalisch und Italienisch. Eine Rezept für Fladenbrot hatten wir ja schon getestet. Diesmal also die Variante aus der Pfanne. Die Zutaten sind Mehl, Hefe, Zucker und Salz, nach eifrigem Kneten, gehen lassen und nochmals Kneten rollt man den Teig zu flachen, runden  Fladen aus und backt diese ohne Fett von jeder Seite 1-2 Minuten in der heißen Pfanne. Kinderleicht und extra lecker! Einziges Manko: Man sollte die Fladen sofort essen, dann sind sie 4 Sterne wert! Abgekühlt werden sie etwas zäh, lecker sind sie dennoch.

Zum Fladenbrot gab's einen Bohnensalat mit Minze, ergänzt durch Tomaten und Frühlingszwiebeln, die perfekte Beilage zum oriantalischen Grillabend. Am besten schmeckt er lauwarm, kalt geht aber natürlich auch. Wer keine Bohnen mag, kann sie vielleicht auch einfach durch Blattsalat ersetzen, denn das Dressing aus Zitronensaft, Paprikapulver, Salz, Pfeffer und Olivenöl zusammen mit der frischen Minze ist eine gelungene Abwechslung zur gängigen Vinaigrette.




Weiter geht's Italienisch mit Polpettine al vino rosso, das sind kleine Italienische Hackfleischbällchen in einer Sauce aus Tomaten und Rotwein mit Stangensellerie, Möhren, Petersilie und Salbei. Man kann sich das ganze in etwa wie eine Bolognese-Sauce vorstellen, nur dass das Hackfleisch eben nicht in der ganzen Sauce verteilt ist, sondern in Bällchen komprimiert. Ehrlich gesagt, eine gute Bolognese wäre uns lieber gewesen. Zudem hätten die Bällchen mehr Toast vertragen können, sie waren nämlich recht... kompakt. Dazu passt Reis, eine Polenta-Schnitte oder auch Nudeln.



Zu guter letzt darf der Spargel natürlich nicht fehlen. Noch gibt es ihn ja. Getestet haben wir dazu ein Rezept für Zitrus-Hollandaise. Im Vergleich zu unserem klassischen Rezept beinhaltet sie mehr Ei aber keinen aromatisierten Weißweinsud, statt dessen eben Saft einer Limette, Zitrone oder Orange - wir haben uns für Limette entschieden. Das Ergebnis war eine sehr dickflüssige fast mousse-artige Sauce. Geschmacklich war sie gut, von der Konsistenz her jedoch, naja, die erinnerte mich an Bauschaum. Denke, es wird auf einiges Experimentieren mit beiden Rezepten hinaus laufen.Und irgendwann haben wir sie dann, die perfekte Hollandaise. :-)




Und da schon Donnerstag ist, hier auch noch fix die Essensplanung für die aktuelle Woche:
  • Gebratener Blumenkohl mit Erdnüssen
  • Möhren und Spargel mit salsa verde
  • Mangoldküchlein mit Sauerampfer-Sauce

Montag, 24. Juni 2013

Bruschetta






Zutaten für vier Personen als Vorspeise
  • 1/2 Bund Basilikum
  • 3-4 Tomaten (reif und fruchtig)
  • 4 EL bestes Olivenöl
  • salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • italienisches Weißbrot
  • 4 Knoblauchzehen

Zubereitung
  1. Basilikumblätter in feine Streifen schneiden. Tomaten waschen, Stielansätze entfernen und in würfel schneiden. 
  2. Basilikum und Tomaten mit dem Öl vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Brotscheiben im Bockofen, in der Pfanne oder im Toaster rösten.
  4. Inzwischen den Knoblauch schälen. Die heißen knusprigen Brotscheiben damit einreiben. Tomaten drauf und ganz schnell essen.
Besprechung vom Bruscetta in verschiedenen Varianten hier.




Freitag, 21. Juni 2013

Auf der Jagd nach Brunnenkresse

Eine Wochenbesprechung bin ich euch noch schuldig, und hier kommt sie auch endlich.
 
Nachdem wir von dem Pistazienpesto so begeistert waren, haben wir uns auch von einem Pistazienrisotto mit gebratener Rotbarbe einiges versprochen. Die Erwartungen wurden... nunja... nicht ganz erfüllt. *hüstel* Dabei klang das alles so spannend: Safranfäden, Fenchelsamen, Lavendelblüten, Vanilleschote, Orangen-Abrieb und eben Pistazien und das alles in einem Risotto. Hm? Wer wäre da nicht neugierig? Ich kann euch aber versichern, wer dieses Rezept nicht getestet hat, hat nicht viel verpasst. Vielleicht trifft hier der alte Spruch "Weniger ist mehr". Unser Fall war es jedenfalls nicht.
Die Rotbarbe war nicht schlecht, aber auch kein Augenöffner. Sämtliche Rotbarben dieses Planeten sind nun also vor uns sicher.



Viiiiiel besser war da das wöchentliche Spargel-Experiment: Linsensalat mit grünem Spargel und Brunnenkresse. Die erste Hürde war genommen, als ich die Kresse endlich ergattert hatte. Herje, da hat man schon einen wunderbar ausufernden Wochenmarkt in der Stadt und dann bekommt man an drei Ständen gesagt:
"Brunnenkresse? Ja, sonst immer, aber heute gerade nicht." 
Bäh! Also musste es ein Ausflug zum Kräuterhof sein. Nagut, und es ist ja auch wirklich schön da und es riecht so gut. An jeder Ecke ein anderer Duft. Herrlich!

Ich finde, der Ausflug hat sich gelohnt. Zwar ist die Brunnenkresse kein so intensiv schmeckendes Gewächs wie Lavendel oder Thymian, aber mir gefiel die vornehme Zurückhaltung an dieser Stelle sowieso viel besser. Wer keine Lust auf eine wilde Jagd nach dem einen Kraut hat, kann alternativ Basilikum verwenden.

Aber nun zum eigentlichen Rezept. Der Salat besteht aus grünen Linsen, blanchiertem Spargel und Pecorino. Das Dressing ist eine richtig kräftig grüne, dickflüssige Pampe, die aus pürrierter Brunnenkresse und Petersilie sowie reichlich Olivenöl, etwas Rotweinessig, Salz, Pfeffer und Knoblauch besteht. Dies wird alles vermengt und mit Zitronenspalten (ganz wichtig!) serviert. Lecker, lecker!







Zu guter letzt ein orientalischer Möhrensalat mit Honigdressing, dazu Kartoffelgratin. Das Gratin passte -wie wir feststellten- zwar nicht unbedingt zum Salat, jedoch sind wir uns einig, dass wir neben Risotto nun auch Kartoffelgratin perfektioniert haben. Versuchsreihe abgeschossen. Juchu!

Der Salatgenuß hat ein wenig wegen der Zutaten gelitten. Die benötigte Chilischote hatte schon eine Weile in unserem Tiefkühlfach gelegen und die Möhren waren zwar frisch vom Markt aber auch eher aus Lagerbeständen. Man nehme also frische junge Möhrchen, Zwiebel, Knoblauch sowie rote Chilischote und schmore alles ca. 7 Minuten. Für das Dressing vermixt man frisch gepressten Orangensaft, Abrieb der Schale, Honig, Olivenöl, Paprikapulver und Salz. Am Ende mischt man vorsichtig gehackten Koriander und Petersilie darunter. Tataaaaaa! Fertig ist der 4 Sterne-Salat.



Wenn Michael und mir mal wieder so ein 4-5-Sterne-Rezept über den Teller gelaufen ist überlegen wir gerne, ob wir es auf die Karte setzen sollten, falls wir jemals ein Bistro eröffnen sollten. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist gering, nicht selten jedoch der immer wieder kehrende Vorschlag aus dem Freundeskreis.
Nun, Möhrensalat könnte es tatsächlich auf die Karte schaffen, und ich hoffe, dass selbst so bekennende Salat-Muffel wie der Arch dennoch ab und an zum Essen kämen. ^^


Weil die Woche schon so weit fortgeschritten ist, schiebe ich hier gleich die aktuelle Essensplanung hinterher. Und da geht es auch schon wieder weiter mit Salat... unfassbar.
  • Bohnensalat mit Minze und selbst gebackenem Fladenbrot aus der Pfanne
  • Polpettine al vino rosso (kleine Italienische Fleischbällchen)
  • Grüner Spargel mit Zitrus Hollandaise
Die Spargelsaison neigt sich damit unausweichlich dem Ende entgegen. Ich werde mich dann mit noch mehr Bohnen, Erbsen und alsbald auch mit Zucchini und Kirschen zu trösten versuchen. Jetzt freue ich mich aber erstmal aufs Wochenende und entschwebe in die Forschungs-Küche um fremde Gewürz-Welten zu entdecken, unbekannte Gemüseformen und neue Rezepturen. Dabei dringe ich Geschmacks-Galaxien vor, die nie ein Koch zuvor gekostet hat. :-)

Freitag, 14. Juni 2013

Vegan Pad Thai

Nachdem der Vegan Black Metal Chef schon als Inspiration für unsere Pentagramm-Sternchen herhalten musste, haben wir ihm nun die Ehre erwiesen, sein Vegan Pad Thai nachzukochen. Zwar sind wir -ganz offensichtlich- keine Veganer, jedoch kann uns dies freilich nicht davon abhalten, vegane Rezepte zu testen und zu würdigen.

Heute also Pad Thai. Weiß jemand noch nicht, worum's geht? Dann einfach mal in dieses Videos reinschauen. ;-)


Leider hatten wir nicht halb so coole Messer am Start wie der Chef und der Mangel an präzisen Angaben zu Mengen und Zeiten hat uns zur Improvisation gezwungen. Macht nichts. Scheinbar erging es dem Chef selbst nicht viel anders:


This recipe comes from months of trial and error (mostly error) of trying to duplicate the pad thai at one of the local resturants in Orlando. After asking the waiter several times to make sure it did not have fish sauce he replied no “it is a collection of different powders, sugar, and tamarind mixed with vinegar”… from that hint, this was born.

Die kleine Hellebarde muss herhalten.

Gewisse Angaben haben wir dann aber doch sehr wörtlich genommen, z.B. die Mengenangabe für den Zucker.
First it starts with sugar, a whole fucking lot.
A little bit more than that, yes thats right.
In zwei große Töpfe mit Pad Thai (es sollte ja auch für zehn hungrige Ninjas reichen) sind am Ende zwei Kilo (!) Zucker gewandert, eben "a whole fucking lot". ^^


Die komplette Kochaktion haben wir in der schon mal erwähnter Schlauch-Küche durchgeführt, was mit fünf bis sieben mehr oder weniger aktiven und erfahrenen Köchen immer einem Abenteuer gleicht. Aber wie auch zuletzt ist alles gut gegangen, es gab trotz Hantierens mit Hellebarde und anderem Trainingsgerät keine Verletzten, jede Mange Spaß und am Ende leckeres Essen. Was will man mehr?

Wenn man sich das Pad Thai-Lehr-Video so ansieht scheinen wir deutlich mehr Reis-Nudeln verwendet zu haben, als der Chef. Dem Genuß hat es keinen Abbruch getan. Vorallem die Limette, die zusätzlich darüber gestreuten Erdnüsse und der frische Koriander dürfen aber für das gewisse Etwas nicht fehlen. Und natürlich der Zucker... ^^








Selbst bekennende Fleisch-Fans mussten am Ende zugeben, dass dieses Gericht echt lecker ist (O-Ton: obwohl da Tofu drin ist!). 

Wünsche Euch allen einen guten Start ins Wochenende und viel leckeres Essen - vegan oder auch nicht.

 

Donnerstag, 13. Juni 2013

Feigenjoghurt mit Honig






Zutaten für vier Personen:

  • 100 g getrocknete Feigen
  • 1/2 unbehandelte Zitrone
  • 1 El Butter
  • 25 g Mandelstifte
  • 25 g Pinienkerne
  • 4 EL flüssiger Honig
  • 400 g cremiger, griechischer oder türkischer Joghurt
  • 1/4 TL Zimtpulver

Zubereitung
  1. Die Zitrone heiß waschen und die Schale fein abreiben. Darauf achten, dass man nichts weißes von der Schale erwischt. Danach die Zitrone auspressen. Die Feigen in feine Würfel schneiden.
  2. Die Mandeln und die Pinienkerne bei mittlerer Hitze in Butter rösten, bis sie fein duften. Dann die Feigen dazu geben und kurz mitbraten. Schließlich den Zitronensaft, die Schale und 2 EL Honig gründlich unterrühren. Den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  3. Die abgekühlte Feigenmischung mit dem Joghurt verrühren und in flache Dessertschalen füllen. Darauf kommt der restliche Joghurt und eine feine Schicht Zimtpulver.
Hier zur Besprechung des Rezeptes.